Congenitale Zwerchfellhernie (CDH)

Bei der angeborenen Zwerchfellhernie hat sich während der Entwicklung des Kindes das Zwerchfell nicht geschlossen. Während der Schwangerschaft können Bauchorgane wie Magen, Darm, Leber und Milz in den Brustkorb gelangen und dort die Lungen am Wachsen hindern. In ausgeprägten Fällen sind die Lungen so klein, dass das Kind nach der Geburt nicht atmen kann und erstickt.

Mittels Ultraschalluntersuchung kann diese Fehlbildung diagnostiziert werden. Im Bild sieht man einen Querschnitt durch den Brustkorb. Das Herz (H) ist dabei durch den Magen (M) und den Darm (D) stark nach rechts verschoben. Die Lungen sind klein und zusammengedrückt (L).

Ein grösserer Teil der betroffenen Kinder hat eine gute Prognose, weil die Lungen eine ausreichende Grösse besitzen.

In einem anderen Teil der Fälle ist die Restlunge so klein, dass das Kind ohne vorgeburtliche Hilfe stirbt. In diesen Fällen schicken wir Schwangere in unsere Partnerklinik in Leuven, Belgien. Mit einer endoskopischen Operation wird mit einem Ballon vorübergehend für einige Wochen die fetale Luftröhre verschlossen, was das Lungenwachstum stark fördert. Damit kann die Überlebensrate deutlich gesteigert werden.

Die Prognose ist sehr unterschiedlich und hängt von der Grösse der fetalen Lungen ab. In unserem Zentrum überleben rund 2/3 aller betroffenen Kinder.

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