Offene fetalchirurgie

Eine intrauterine chirurgische Therapie (= Operation am Fetus) kommt immer nur dann in Frage, wenn dadurch der drohende Fruchttod abgewendet oder aber schwerste lebenslängliche Behinderungen verhindert oder deutlich gemildert werden können. Tatsächlich gibt es Fehlbildungen und Tumoren, die schon intrauterin so gross werden, dass sie zum Tod des Feten führen würden, wenn man sie nicht schon während der Schwangerschaft chirurgisch entfernt. Die mit Abstand häufigste fetale Operation wird allerdings bei der Spina bifida (= Myelomeningocele, „offener Rücken“) durchgeführt, weil dies die einzige Möglichkeit darstellt, die sonst immer und zeitlebens vorhandene schwerste Mehrfachbehinderung günstig zu beeinflussen. Alle diese offenen fetalchirurgischen Eingriffe können nach unserem Kenntnisstand europaweit nur an unserem Zentrum durchgeführt werden.

 

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